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Aufgabe des Referats für Hochschulpolitik(HoPo) ist es die Studierendenschaft in allen hochschulpolitischen Belangen zu repräsentieren, zu informieren und an der Meinungsbildung mitzuwirken. Das Referat arbeitet zu einem ausgesprochen umfangreichen Bereich, angefangen beim fortwährenden Kampf gegen Studiengebühren in Rheinland-Pfalz über hochschulpolitische Entscheidungen an der Uni Mainz, in Land und Bund bis hin zu einer Reformierung der Verfassten Studierendenschaft in Zeiten von Bachelor/Master. In diesem Semester beschäftigt(e) es sich besonders mit der geplanten Neufassung des Landeshochschulgesetzes, der Bachelor/Master-Einführung und der Unterstützung des Bildungsstreiks 2009 für eine demokratische, soziale und selbstbestimmte Umgestaltung des Bildungssystems. Obwohl von studentischer Seite schon früh auf die Mängel an Idee und Umsetzung des Bologna-Prozesses hingewiesen wurde, wurde Bachelor/Master als Kernstück dieser Reform zum letzten Wintersemester umfassend eingeführt. Die Prognosen von Überlastung der Studierenden, Überregulierung der Prüfungsordnung und weiteren Verschlechterungen haben sich mittlerweile bestätigt. Das HoPo-Referat plant eine Evaluation aus studentischer Sicht durchzuführen, um eine Verbesserung der Situation für die kommenden Prüfungsordnungen und Abläufe an der Universität zu erreichen. Wir kritisieren auch grundsätzlich die absehbaren und schon existierenden Zugangshürden zu den Master-Studiengängen. Die wir als Instrument der sozialen Selektion ansehen. Jeder Bachelor-Studierender muss ein Anrecht auf Fortführung seines Studiums bis zum Masterabschluss haben. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit bildet die landes- und bundesweite Vernetzung in der Landesastenkonferenz bzw. dem freien zusammenschluss von studentInnenschaften um gemeinsame Positionen zu entwickeln und politische Ziele zu erreichen. Wie mensch sieht, gibt es viel zu tun, um die beschriebenen negativen Entwicklungen zu verhindern und an ihre Stelle eigene Forderungen zu stellen und durchzusetzen. Dafür unterstützt und arbeitet das Hopo-Referat auch mit den anderen Referaten des AStA und dem Arbeitskreis Bildungsstreik 2009 zusammen, der Informations- und Protestaktionen für das gesamte Sommersemester geplant hat und diese auch erfolgreich durchgeführt wurden. So fanden sich beispielsweise am 17. Juni in Mainz 5000 Studierende, SchülerInnen, Auszubildende und sich mit den Bildungsprotesten Solidarisierende auf einem Demonstrationszug zusammen. Wir lehnen auch die Erhebung von Studiengebühren ab, die ja auch in Rheinland-Pfalz mit der „Studienkonten-Regelung“ erhoben werden. Und auch wenn die sog. „Landeskinderregelung“ bislang nicht in Kraft getreten ist, so sehen wir uns auch weiter in der Pflicht uns für eine Streichung dieses Paragraphen aus dem Hochschulgesetz einzusetzen. Auch auf regionaler und überregionaler Ebene wird wichtige Arbeit geleistet: vor allem die Landes-ASten-Konferenz RLP (LAK) sowie der studentische Dachverband, der freie zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) sind Bündnisse in denen sich die Studierendenvertretung der Uni Mainz einbringt. Auf diesem Engagement aufbauend findet auch hier eine kritische Beschäftigung mit bundes- und landespolitischen Themenfeldern wie z.B. HRG, BAföG, Hochschulzugang (ZVS etc.) usw. und deren Auswirkungen vor Ort statt. Des Weiteren arbeitet das HoPo-Referat daran mit, die Verfasste Studierendenschaft zu reformieren. Dies ist aufgrund der nun eingeführten Bachelor- und Masterstudiengänge nötig geworden. Konkret ist zu überlegen, wie sich Studierende bei einem zunehmend verschulten Studium noch für ihre sozialen und politischen Belange engagieren können.
Links: Bologna-Papier (auf forum-bildung.de; .doc-Datei; 29 kB)
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