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Freitag, 10 September 2010
 
 
Antifaschismus Arbeitsgemeinschaft | Drucken |

Die Antifaschismus-AG ist ein unabhängiger Zusammenschluss von AntifaschistInnen an der Uni Mainz. Weil die Hochschule kein Elfenbeinturm ist, sondern Teil der Gesellschaft, finden sich auch hier Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und faschistische bzw. nationalsozialistische Ideologien. Wir wollen dies nicht einfach hinnehmen, sondern uns diesen Tendenzen auch an der Uni aktiv entgegenstellen.

Dabei wollen wir auch die gesellschaftlichen Ursachen für reaktionäres Gedankengut nicht aus dem Blick verlieren. Wir wollen aktuelle und wichtige Themen theoretisch und praktisch aufbereiten, gemeinsam diskutieren und Veranstaltungen und Aktionen planen.

Im Bereich der politischen Bildungsarbeit wollen wir (als AG) mit dem Referat für Politische Bildung im AStA zusammenarbeiten.

 

 Aktuell:

“Scheiß Uni, Scheiß Mensa, Scheiß Nazis”

Party der Antifa-AG an der Uni Mainz

25.10.2008 @ Kulturcafe Campus Uni Mainz

Lineup:

 

Film: Als die Deutschen vom Himmel fielen

Dienstag, 28.10., 20:00 Uhr, Haus Mainusch, Staudingerweg 23

Der Film erzählt vom Widerstand der Bevölkerung Kretas gegen die deutschen Truppen, die im Mai 1941 die Mittelmeerinsel angriffen. Für die Frauen, Männer und Kinder war es ein Kampf um Freiheit, gegen die Vernichtung ihrer Angehörigen und die Zerstörung der Dörfer.
Doch die Erzählungen offenbaren auch die Konflikte, die sich während der Besatzungszeit innerhalb des Widerstandes an der Frage der politischen Zukunft des Landes entzündeten und unter Einflußnahme der Alliierten und der deutschen Truppen im Bürgerkrieg mündeten.
Den Erzählungen der griechischen Protagonisten folgend greift der Film eine weitere Spur auf. An 1941 errichteten Ehrenmälern pflegen Wehrmachtsveteranen im Schulterschluss mit Bundeswehrsoldaten ihre Geschichtsschreibung: Es ist der Mythos von mutigen und opferbereiten Soldaten, die der Pflicht der Vaterlandsverteidigung gefolgt seien. Mehr:
http://www.kreta-film.net/Kreta-Film/Start.htm

 

 

Veranstaltungen 2008:

 

Film: WARUM ISRAEL (Pourquoi Israel) Drucken
Mittwoch, 14 Mai 2008, 19:00 - 22:30

Film von Claude Lanzmann,
Frankreich, 1973
195 Minuten

Mittwoch, 14. Mai 2008 / 19 Uhr (pünktlich!) Tagungsraum Mensa (Staudingerweg, Uni-Campus Mainz)

eine Veranstaltung des Referats für politische Bildung und der Antifaschismus-AG

Das Filmdebüt des engagierten Publizisten und Sartre-Weggefährten Claude Lanzmann (SHOAH) ist fraglos eines der bemerkenswertesten Zeitdokumente über den Staat Israel und sein Selbstverständnis, seine religiösen und politischen Fundamente und vor allem: seine Bürger. Sie sind es, die im Film zu Wort kommen – Angehörige der ersten Siedlergeneration, Neueinwanderer aus der Sowjetunion, Arbeiter, Intellektuelle, junge Israelis. Ohne belehrenden Kommentar, ohne jede propagandistische Geste, dafür mit großer persönlicher Anteilnahme und viel Humor, spürt Lanzmann den Errungenschaften und Widersprüchen einer entstehenden israelischen Nation nach. So ergibt sich ein lebendiges Panorama der einzigartigen Vielfalt dieses Landes, seiner Paradoxien, Spannungen – und seiner schwierigen »Normalität«:

»Dieser Film hat einen roten Faden, nämlich: Was ist das: Normalität?
Was ist das: Ein Land, in dem jeder Jude ist? Das ist das Entscheidende vom Standpunkt eines Juden aus der Diaspora – und das waren sie ja letztlich alle. Der ganze Film spielt damit, mit der Normalität und der A-Normalität. Ich zeige in WARUM ISRAEL, dass die Normalität das eigentlich Anormale ist.« Claude Lanzmann

Flyer zum Download: warum_israel.pdf pdf (449.23 KB)


Dienstag, 22.April 2008

19.00 Uhr Haus Mainusch, Mainz, Staudinger Weg 23

"Nazis ohne Neo? - Die Anwesenheit extremer Rechter in Parlamenten

Es referieren Vertreter des Projekts „NiP Sachsen“.

NiP Sachsen ist ein Redaktions-Kollektiv, welches mit Hilfe einer Internetseite und jährlichen Print-Ausgaben eine kritische Dokumentation über die Aktivitäten von Nazis in sächsischen Parlamenten bietet. Begonnen hat das Projekt mit der Kommunalwahl m Juni 2004 und erweiterte sich nach der Landtagswahl im September 2004.
In einem Vortrag mit anschließender Diskussion werden MitarbeiterInnen von NiP Sachsen die Protagonisten der sächsischen NPD-Landtagsfraktion kurz vorstellen und die Entwicklungen der über dreijährigen Anwesenheit der Neonazis im Landesparlament skizzieren. Insbesondere soll es darum gehen, welche Auswirkungen die Parlamentsmitgliedschaft der NPD auf die regionale Neonazi-Szene hat und wie die NPD das gesellschaftliche Klima und die Arbeitsweise im Landtag beeinflusst und verändert. Diskutiert werden soll außerdem die Frage, welchen Mehrwert der „Kampf um die Parlamente“ der NPD bringt und welche parteiinternen Grenzen sich bei den Neonazis offenbaren. 


Eine Veranstaltung des AStA-Referats für politische Bildung in
Kooperation mit der Antifaschismus-AG an der Uni Mainz und dem AK Antifa Mainz

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

 

 

Veranstaltungen 2007:

 

Filmabend und Diskussionsveranstaltung:

"Dann fangen wir von vorne an - Ein Film über Theodor Bergmann.
(Über)Leben eines kritischen Kommunisten im 20. Jahrhundert"

mit Theodor Bergmann

Dienstag, 30.10.2007, 20 Uhr

Haus Mainusch (Uni Campus, Staudinger Weg 23)

Theodor Bergmann, Sohn eines Rabbiners und atheistischer Kommunist in der Weimarer Republik. Verfolgt im Nationalsozialismus und per Haftbefehl gesucht in der sowjetischen Besatzungszone. Landarbeiter im schwedischen Exil und Professor für Agrarpolitik in Hohenheim.

 

Die historischen und persönlichen Erfahrungen, von denen Theodor Bergmann berichten kann, scheinen unmöglich in einer Biographie aufgehen zu können. Der charismatische 90-Jährige kann sich nicht nur erinnern: Wenn er erzählt wird das Vergangene lebendig...

veranstaltet von Antifaschismus AG an der Uni Mainz & Antifa Nierstein

Vortrag: Entschwörung. Zur Kritik alltäglicher Verschwörungstheorien.

mit Daniel Kulla (Berlin)

Montag, 15. Januar 2007, 18: 30 Uhr
Hörsaal P 10, Philosophicum

Die Kritik der Verschwörungstheorie zielt allzuoft auf das klar abgrenzbare Randphänomen, den 'lunatic fringe', das zu besichtigende Andere. Dabei wird ihr Einfluß auf das politische Alltagsdenken und die Formulierung massenwirksamer Ideologien ebenso unterschätzt wie ihre Verwurzelung in den populären Versionen der Zeitgeschichte.

Zur "Entschwörung" - also dem Auffinden praktikabler Antworten und Gegenstrategien - müßten Ideologiekritik und faktische Widerlegung gebündelt und die Verschwörungstheorie als eine viel allgemeinere Strategie zur Vereinfachung und Dramatisierung der unübersichtlichen Welt angesehen werden. Die Abgrenzung selbst gerät als problematisch in den Blick, da die Verschwörungstheorie immer auch in den Lücken des rationalistischen Tatsachenfetischismus nisten kann und als ein dialektischer Zwilling aller offizieller Ideologie funktioniert.

Die Angriffspunkte liegen daher viel mehr im Bereich der Scharnierfunktionen, welche die Verschwörungstheorien dem Einzelnen plausibel werden lassen und welche ihr Ausgreifen in den öffentlichen Diskurs, die Massenmedien und häufig in staatliche Ideologie ermöglichen.

Eine Veranstaltung der Antifaschismus-AG an der Uni Mainz
und des AK Antifa Mainz

unterstützt durch den AStA der Uni Mainz

 
Veranstaltungen
Mi, 15 Sep
Jazz am Mittwoch
Do, 16 Sep
AStA Plenum
Mi, 22 Sep
Jazz am Mittwoch
Mi, 29 Sep
Jazz am Mittwoch
Do, 30 Sep
AStA Plenum
Mi, 06 Okt
Jazz am Mittwoch